Berta-Aalen-Tag04

Do 10.08.2023 - Nördlingen Stadtrundgang, Besucherbergwerk Tiefer Stollen Aalen-Wasseralfingen

Endlich wieder Sonnenschein! Schon beim Aufwachen wurden wir durch die Sonne begrüßt, trotzdem war eine Heizung zum Aufstehen und während des Frühstücks noch sehr angenehm.

Um 9:30 Uhr starteten wir zum historischen Stadtrundgang durch Nördlingen, den wir aus dem Internet aufs Handy geladen hatten. Er war aber so gut ausgeschildert, dass man das fast nicht gebraucht hätte.

Nördlingen ist wirklich ein ganz reizendes Städtchen mit vielen historischen und gut restaurierten Fachwerkhäusern. Auf dem Weg durch die Stadt kamen wir an der katholischen Kirche St. Salvator vorbei, die uns im Inneren positiv überraschte. Es ist sehr hell, viel Licht kommt durch die Fenster und der Innenraum ist weiß gestrichen. Der Altarraum ist auch ziemlich filigran und nicht so erdrückend wie in manch anderen Kirchen. Aber das ganz Besondere waren Vitrinen an den Seiten, in denen sehr liebevoll Szenen aus dem Alten und Neuen Testament dargestellt sind. Alles Handarbeit, sowohl die Figuren als auch die sonstige Ausstattung. Es hat uns sehr gefallen!

Weiter ging der Rundgang zur Stadtmauer, die wir an der Stelle bestiegen, an der wir sie am Tag zuvor verlassen hatten. Das passte also super. Das Stadtmauermuseum im Wehrgang besuchten wir nicht, es war uns zu viel zum Lesen. Weiter ging es zum Marktplatz, wo wir in einem Café von einem Bäcker eine Pause einlegten, einen Kaffee tranken und eine Brezel aßen.

Anschließend statteten wir der beeindruckenden Kirche St. Georg einen Besuch ab und stiegen auf deren 90 Meter hohen Kirchturm, den Daniel.

Von oben hat man einen wunderschönen Blick auf die Stadt und das Nördlinger Ries – beim heutigen Traumwetter sowieso. Auch die Störche und Storchennester, die wir gestern schon gesehen hatten, konnten wir jetzt von oben bewundern.

Nachdem wir die 350 Treppenstufen wieder hinuntergestiegen waren, hatten wir uns ein Eis verdient. Das gab es von einer Eisdiele direkt bei der Kirche. Inzwischen war es 12:15 Uhr geworden. Spätestens 13:15 Uhr wollten wir zurück nach Aalen zum Bergwerk fahren. Eigentlich hätte noch das RiesKraterMuseum auf dem Programm gestanden, aber das strichen wir und bummelten dafür ganz gemütlich zurück zur Berta. Dort ließen noch das Abwasser ab und starteten dann zum Besucherbergwerk Tiefer Stollen bei Wasseralfingen.

Um 13:30 Uhr kamen wir dort auf dem Parkplatz an und nutzen die 50 Minuten Wartezeit, bis wir zu unserer Führung aufbrechen mussten, für eine Siesta.

Pünktlich um 14:30 Uhr startete unser Besuch des Schaubergwerks. Wir hatten die große Führung gebucht. Nachdem jeder einen Helm bekommen hatte, fuhr uns die Grubenbahn 400 Meter in den Berg hinein. Insgesamt 90 Minuten waren wir unter Tage, sahen einen Film über die Geschichte des Ortes und den Erzabbau und wurden dann durch die Gänge geführt. An mehreren Stationen bekamen wir einiges zur einstigen Arbeitswelt im Bergwerk erklärt und durften zum Schluss noch einen Blick in den Therapiestollen werfen, wo besonders Patienten mit Atemwegserkrankungen bei konstanten 11 Grad und 98% Luftfeuchtigkeit Linderung ihrer Probleme erhoffen.

Wieder zurück im Sonnenschein beschlossen wir um 17 Uhr, das schöne Wetter und den Nachmittag mit angenehmer Temperatur noch für eine kleine Wanderung zu nutzen. Wir gingen den ausgewiesenen Bergbaupfad und lasen auf den dort aufgestellten Tafeln noch einmal einiges über den Berg, den Erzabbau und die Verhüttung.

Um 19 Uhr verließen wir den Parkplatz und fuhren 45 km zum Limeseum mit Römerpark bei Ruffenhofen, das sich mitten in der Pampa befindet und einen ausgewiesenen Wohnmobilstellplatz hat. Die 4 Plätze mit Strom waren leider alle belegt, aber wir stellten uns daneben mit der Hoffnung, dass morgen vielleicht einer wegfährt und ein STromplatz frei wird. Ansonsten macht uns die Sonne genügend Strom für die Berta und es gibt eine E-Bike-Ladestation beim Römerpark.

Wir machten uns ein paar Eier mit Speck und einen Salat, dann gab es noch eine kleine Erkundungsrunde des Platzes, bevor wir uns in die Berta zurückzogen und eine ruhige Nacht verbrachten.

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