Mi 09.08.2023 - Mittwoch, 09.08. – Aalen Museen, Nördlingen
Gestört wurden wir in dieser Nacht höchstens durch den Regen, der immer wieder aufs Dach prasselte. Am Morgen ließen wir uns Zeit, schliefen länger und frühstückten gemütlich. Um 9:45 Uhr waren wir startklar zum Regenprogramm in Aalen, aber es sollte gar nicht so schlimm kommen.
Zuerst besuchten wir eine E-Bike-Ladestation hinter dem Bahnhof, die auch sehr vielversprechend aussah mit ihren 4 Schließfächern. Einziges Problem: Im Display gab es nicht mehr als ein Flackern. Da war wohl der Computer ausgefallen – echt schade! Aber was sollten wir machen?
Wir fuhren zum Limesmuseum. Dort stellten wir uns auf den Parkplatz vor dem Museum, wo es noch viel Platz gab, und Xenia ging ins Museum und fragte die freundliche Dame an der Kasse, ob sie uns vielleicht eine Steckdose zur Verfügung stellt, an der wir unsere Akkus laden können? Nach ein paar Erklärungen willigte sie auch freundlich ein und so holten wir die Akkus, die Ladegeräte und eine Vielfachsteckdose aus der Berta und schlossen das Ganze ans Netz an.
Doch bevor wir das Museum besichtigten, marschierten wir 10 Minuten in die Innenstadt und dort ins Urweltmuseum, das laut Internet „das größte städtische Museum für Geologie und Paläontologie in Baden-Württemberg“ ist. Das Ganze war dann doch sehr überschaubar, aber nett und liebevoll gemacht. Da bekommt man wieder Lust, nach Versteinerungen zu suchen! In einer Stunde waren wir durch und in dieser Zeit hat es draußen kräftig geregnet.
Als wir das Museum wieder verließen, war der Guss vorbei und wir bummelten noch etwas durch die Altstadt und den Markt auf der Suche nach einem guten Mittagessen. Zuerst waren wir zu wählerisch, dann kamen wir an einem Bäcker vorbei, der so gute Sachen hatte, dass wir dort 2 belegten Wecken und süßen Stückle kauften, zurück zur Berta gingen und uns das mit einem Kaffee gut schmecken ließen. Anschließend gab es eine Stunde Siesta und danach waren wir um 14 Uhr bereit fürs Limesmuseum.
Zuerst gingen wir in den Außenbereich, wo die „Römer“ von gestern noch da waren und Kindern und interessierten Erwachsenen ihre Kleidung und Ausrüstung erklärten. Das war richtig nett und auch interessant, so dass wir eine ganze Stunde zuhörten.
Dann gingen wir ins Museum und lernten einiges über den Limes und die Gepflogenheiten der Römer, die hier gelebt hatten. Der Schwerpunkt der Ausstellung im Erdgeschoss liegt auf den römischen Aktivitäten in Südwestdeutschland im 2. Jahrhundert n. Chr. und dem Kastell Aalen. Der zweite Teil der Ausstellung führt im Obergeschoss zurück in die Gegenwart. Hier werden zahlreiche archäologisch bedeutsame Stationen entlang der 164 km langen Strecke des Limes in Baden-Württemberg vorgestellt. Ganz zum Schluss drehten wir noch eine Runde durchs Freigelände, wo man noch Grundmauern des ehemaligen Kastells sehen kann.
Um 16:30 Uhr hatten wir genug, holten unsere Fahrradakkus und beschlossen, noch weiter nach Nördlingen zu fahren. Wegen einer Umleitung dauerte das etwas länger und wir kamen um 17:45 Uhr dort an. Die städtischen Parkplätze sind alle nur für PKWs, so fuhren wir zum Wohnmobilstellplatz, der aber komplett belegt war. Neben dem ausgewiesenen Platz für Wohnmobile gibt es aber noch einen weiteren für PKWs, der nicht ausdrücklich für Wohnmobils verboten ist, und auf diesen stellten wir uns. Außer uns war schon ein weiterer Camper dort. Der Himmel war zwar wolkenverhangen, aber es war trocken und so gingen wir nochmal los zu einer Runde durch Nördlingen. Unser Parkplatz liegt im Norden ganz in der Nähe des Baldinger Tors, durch das wir in die Altstadt gingen. Wir stiegen auf die Stadtmauer und machten eine halbe Runde bis zum südlichen Reimlinger Tor, verließen dort den Wehrgang und gingen quer durch die Stadt zurück zur Berta.
Auf dem Marktplatz kehrten wir noch in einer sehr guten Pizzeria ein und verzehrten mit gutem Appetit jeder eine große Pizza. Udo schaffte danach noch ein Eis, bei Xenia ging nichts mehr.
Auf dem Rückweg sahen und hörten wir noch einige Störche, die Nester auf den Häusern gebaut hatten. Die Jungvögel sahen aus wie kurz vor der Flügge und das Geklapper war schon beeindruckend. Die meisten Häuser sind sehr schön mit liebevoll restaurierten Fassaden, Erkern und Fachwerk.
Auf den letzten Metern vor unserem Stadttor begann es doch noch einmal zu regnen und wir waren froh, noch einigermaßen trocken im Wohnmobil anzukommen. Inzwischen hatten sich noch einige weitere Camper zu uns gesellt. Jetzt waren wir eigentlich nur noch müde und dankbar für einen schönen und erlebnisreichen Tag trotz Regenwetters.









