Berta-Aalen-Tag02

Di 08.08.2023 - Aalen Radtour

Um 1 Uhr bat Xenia, dass Udo das Auto auf einen anderen Parkplatz fährt, wo wir schlafen können. Er ließ sich überreden, wobei sich die Parkplatzsuche zuerst schwieriger gestaltete als gedacht. In der Dunkelheit ist Udo nach der Aufforderung des Navis falsch abgebogen und in einem kleinen Weg regelrecht steckengeblieben. Es blieb nichts anderes übrig, als rückwärts wieder rauszufahren – ein schwieriges Unterfangen mit dem großen Auto in der Nacht. Aber schließlich war es geschafft und wenige Minuten später erreichten wir den ausgesuchten Wanderparkplatz oberhalb von Unterkochen am Waldrand. Dieser Platz war dafür ein Glücksgriff, wie wir am nächsten Morgen sahen. Ruhig, außer ein paar Joggern und Leuten mit Hund niemand unterwegs, mit schöner Aussicht und einem Bänkle vor dem Auto.

Nach dem Frühstück beschlossen wir, den trocken angesagten Tag für eine Radtour zu nutzen. Zuerst ging es durch Aalen und Wasseralfingen an den Kocher, dann den Kocherradweg entlang bis kurz vor Untergröningen. Dort verließen wir das Kochertal und fuhren steil den Berg hinauf nach Obergröningen und von dort aus quer übers Land zurück nach Aalen. Im Kochertal gab es vor Wölfstein eine Rast an einer Bikerstation, von der wir aber nur die Sitzgelegenheit nutzen und die Sonne und etwas Gebäck genossen. Eine zweite kleine Trinkpause legten wir auf dem Rückweg auf der Hochfläche ein, ansonsten sind wir immer geradelt und haben die Tour sehr genossen. Xenia ging es erstaunlich gut und die Erkältung wurde sogar besser.

In Aalen gönnten wir uns in einem Café Kuchen, Cappuccino und Eisschokolade, Udo dann im Anschluss noch einen Yufka bei einem Türken. Wir beschlossen, noch am Limesmuseum vorbeizuschauen und auszukundschaften, ob man dort Fahrräder laden kann und wie es mit Parkmöglichkeiten für die Berta aussieht. Wir kamen am Museum an, kurz bevor ein paar Minuten später ein „Römer auf Wanderschaft“ ankam. Einige Familien und insbesondere eine ganze Anzahl Kinder hatten ihn schon sehnsüchtig erwartet. Seine Kameraden waren wohl noch verhindert und auf diese haben wir auch nicht mehr gewartet. Angekündigt wurde die Aktion so: „Am 08. August werden fünf Soldaten in kompletter Kampf- und Marschausrüstung vom Römerkastell Eining entlang des Limes bis zur Römerwelt Rheinbrohl marschieren. Dabei schlagen sie ihr Marschlager im Archäologischen Park des Limesmuseums auf.“

Da es keine Fahrradladestation beim Museum gibt, fuhren wir noch an eine Ladestation bei BayWa, die die App uns nannte. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem guten Bäcker vorbei und deckten uns mit Brezeln, Wecken und einem Nusseckle ein. Die BayWa-Station erwies sich dann leider auch nicht als geeignet, da sie nicht mehr als eine Steckdose war und man sein eigenes Ladegerät dann dort liegenlassen muss, bis das Rad geladen ist. Das war uns dann doch zu unsicher und im Falle von Regen auch nicht empfehlenswert.

So fuhren wir wieder zurück zur Berta, kamen dort bei Sonnenschein an und ließen uns eine Brezel auf dem Bänkle des Parkplatzes schmecken.

Inzwischen war es 17 Uhr geworden und wir beschlossen, den Tag mit einer Dusche und ganz gemütlich auf unserem schönen Platz ausklingen zu lassen. Vor dem Abendessen (Salat mit den guten Aalener Wecken) machten wir noch einen schönen Abendspaziergang auf dem alten Bahndamm der stillgelegten „Schätterer“-Bahn. Dort, wo einst die Gleise lagen, ist jetzt ein schöner Wanderweg. Es interessierte uns doch, wo die Jogger und Spaziergänger langgehen, die zusammen mit uns parken.

Als wir wieder zurück waren, waren ein paar junge Leute auf dem Platz. Wir hatten schon Sorge, wie der Abend und die Nacht verlaufen würden, aber die war unbegründet. Um 21 Uhr waren alle weg und sie hatten sich auch gesittet benommen. So verbrachten wir noch einen ruhigen Abend in der Berta und eine erholsame Nacht.

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